Narbentherapie – RESTORE scar therapy

 

Taubheit, Missempfindungen oder Schmerzen bei Berührung, unangenehmer Druck, Juckreiz, Spannungsgefühl bis hin zu Bewegungseinschränkungen können unangenehme Begleiter von Narben sein. Manchmal fühlt sich der vernarbte Körperteil auch fremd und nicht mehr zugehörig an.

Mittels feinfühliger, schmerzfreier Techniken werden die Nervenendigungen des verletzten Gewebes rein manuell desensibilisiert und stimuliert um Veränderungen im Narbengewebe zu fördern. Diese sind häufig schon nach der ersten Behandlung wahrnehmbar. Die Therapie setzt oberflächlich an,  zeigt aber  auch in der Tiefe Wirksamkeit. Das heißt, dass sich das Gewebe um die Narbe wieder lebendiger und beweglicher anfühlt, die Missempfindungen zurück gehen und ein besseres Fühlen wieder möglich wird.

Narbentherapie kann begonnen werden, sobald die Naht komplett verschlossen ist, und die Krusten abgefallen sind. Narbentherapie ist auch nach onkologischen Operationen und Strahlenbehandlung möglich.

 

https://restoretherapy.co.uk

www.narbenportal.de

www.scarwork.com

Was die Heilung von Gewebe beeinflusst

  • Ernährung: Achten Sie auf den erhöhten Proteinbedarf während des Heilungsprozesses.
  • Entzündungen: Systemische Entzündungen durch ungesunde Ernährung, Stress, Schlafmangel oder
    andere Faktoren können die Heilung behindern. Die Schwere der Verletzung: Schwerere Verletzungen brauchen länger, um zu heilen.
  • Belastung: Eine angemessene Belastung ist wichtig für die Heilung, Überlastung wirkt ihr entgegen.
  • Schlaf: Wichtig für die Reparatur von Gewebe und Zellen sowie die Kontrolle von Entzündungen.

Wann Sie eine Arztpraxis aufsuchen sollten

  • Zunehmende Schwellungen oder Schmerzen, die länger als 48 Stunden nach der Behandlung anhalten 
  • Zunehmende Rötungen
  • Ausschlag
  • Fieber
  • Übelkeit

Das können Sie selbst für sich tun

Sanfte Bewegungen, spazieren, dehnen

Schonen Sie sich 24 Stunden nach der Behandlung und vermeiden Sie anstrengende Tätigkeiten. Unterstützen Sie die Regeneration Ihrer Narbe mit sanften Bewegungen, Stretching und gezielten physiotherapeutischen Übungen. Komplette Inaktivität ist meist nicht empfehlenswert.

Selbst-Massage

Sobald keine Krusten mehr vorhanden sind, können Sie mit der Selbst-Massage beginnen. Diese kann helfen, die Narbe und das darunterliegende Gewebe weicher und geschmeidiger zu machen. Wenden Sie minimalen Druck an (so wie Sie Ihr Augenlid berühren würden), am besten zwei bis drei Mal täglich für zwei bis fünf Minuten. Fügen Sie sich keine Schmerzen zu. Das würde Entzündungen und die Produktion von Narbengewebe verstärken.

Reinigung

Reinigen Sie die Haut um Ihre Narbe mit einer unparfümierten Seife oder Waschlotion. Danach nicht ribbeln, sondern sanft trockentupfen.

Feuchtigkeitspflege

Ihre Narbe braucht extra Feuchtigkeitspflege, da die natürliche Barrierefunktion der Haut beschädigt ist. Die Haut darf auf keinen Fall trocken werden.

Sobald alle Krusten verschwunden sind, tragen Sie zwei bis dreimal täglich eine pflegende Creme, ein Narbenöl oder Gel auf, zum Beispiel auf Basis von Calendula, Aloe Vera oder Weihrauch, auf jeden Fall pH-neutral und ohne Duftstoffe. Das kann die übermäßige Bildung von Narbengewebe sowie Irritationen und Juckreiz reduzieren.

Weiters ist eine Pflege mit medizinischem Silikon sinnvoll. Diese wird nicht einmassiert, sondern wie ein Pflaster aufgetragen und übernimmt die Barrierefunktion der Haut. 

Sonnenschutz

Schützen Sie eine exponierte Narbe mit einem hohen Sonnenschutzfaktor, bis sie komplett gereift ist. Das kann bis zu zwei Jahre dauern.

Besondere Pflege für Keloid- und hypertrophe Narben

Wenn Ihre Narbe über die Narbenbegrenzung hinauswächst bzw. wulstig wird, reagieren Sie schnell und suchen Sie Ihre Arztpraxis auf. Vermeiden Sie jeglichen Zug auf das Narbengewebe. Nicht massieren! Verwenden Sie Silikonpflaster, Silikongel oder Kompressionsprodukte.

So lange dauert es, bis Ihr Gewebe geheilt ist

Muskelzerrung

Grad 1: 2 bis 8 Wochen

Grad 2: 2 bis 4 Monate

Grad 3: 9 bis 12 Monate

Bänderverletzung

Grad 1: 2 bis 8 Wochen

Grad 2: 2 bis 6 Monate

Grad 3: 6 bis 12 Monate

Transplantat: 12+ Monate

Sehnenverletzung

Akut: 2 bis 6 Wochen

Subakut:  2 bis 4 Monate

Chronisch:  3 bis 9 Monate

Einriss: 4 bis 12+ Monate

Andere Verletzungen

Knochen/Bruch:  6 bis 12+ Wochen

Meniskus Labrum:  3 bis 12 Monate

Gelenkknorpel:  9 bis 24 Monate

Quelle: www.evolveflg.com/articles/tissue-healing